PM: Schulverpflegung: EBB fordert klare Maßgaben

Verwaltung bleibt im Vagen und Ungefähren

Ohne konkrete Maßgaben der Stadt für die Caterer wird sich an der teils beschämenden Schulverpflegung in Essen nichts ändern.

„Die Schulverwaltung hat die großen Probleme in den Schulen zwar erkannt“,

kritisiert Jochen Backes vom ESSENER BÜRGER BÜNDNIS (EBB),

„aber sie muss jetzt auch im Sinne der Kinder alles tun, um diese Probleme abzustellen.“

Es könne nicht sein, dass Kinder und Jugendliche die Schulverpflegung ignorierten und stattdessen entweder Fast Food konsumierten oder mittags gar nichts äßen. Die bisherigen Absichtserklärungen sind aus Backes‘ Sicht viel zu inkonkret:

„Das Verwaltungsergebnis ist wenig zufriedenstellend. Es braucht beim Schulessen qualitative Mindestandards und ein schülerfreundliches Zahlsystem. Wer das nicht klar umschreibt, wird am mangelhaften Zustand der Schulverpflegung sicherlich nichts ändern!“

In einem eigenen Antrag hat sein EBB deshalb zusammengefasst,was die Verwaltung stattdessen tun sollte, nämlich die in der letzten Ratsvorlage avisierte „vernünftige Essenssituation“ überhaupt einmal konkret zu definieren.

„Bisher ist das einfach zu subjektiv“,

bemängelt Backes.

„Was wir brauchen, sind klare Mindeststandards, wie sie in anderen Städten ja auch schon gelten.“

Außerdem sei bereits klar, dass das derzeitige Bestell- und Bezahlsystem nicht funktioniere – neben unattraktivem Essen sei dies ein weiterer Grund, warum sich die Kinder an Essener Schulen inzwischen lieber Chipstüten in Supermärkten kauften als in der Kantine zu essen.

„Wir müssen so schnell wie möglich ein neues System entwickeln und das dann auch regelmäßig evaluieren“,

so Backes. Man könne nicht dauernd davon reden, wie wichtig einem die Kinder und ihre gesunde Ernährung sind, dann aber ein ganz offensichtlich unattraktives Catering-System einfach beibehalten.

Notwendig ist es aus Sicht des EBB auch, die gesamte Logistik der Essensanlieferung auf den Prüfstand zu stellen und ein Pflichtenheft für die anstehenden Ausschreibungen zu entwickeln. Bis spätestens im Juni will das Bündnis konkrete Maßnahmen mit einzelnen Schritten sowie einen Terminplan sehen.

„Wem das Essen der Kinder wirklich am Herzen liegt, der verschleppt diese Maßnahmen nicht weiter“,

so Backes. Seine Fraktion hoffe inständig darauf, dass die die Essener Schulverpflegung schon zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 neu geordnet ist.

Jochen Backes

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